Am 21.September 1943 entstand hier das Konzentrationslager "Laura" als Aussenlager des KZ Buchenwald.
Im Zusammenhang mit der Untertageverlagerung der Raketenwaffenfertigung von der Heeresanstalt Peenemünde in den mitteldeutschen Raum ab 1943 wurde im "Oertelsbruch" ein Testbetrieb für die Triebwerke der Raketenwaffe V2 (A4) errichtet. Der Rüstungsbetrieb, bestehend aus einem Sauerstoffwerk und weiteren Betriebsanlagen Untertage sowie Prüfständen im Tagebaukessel, erhielt die Bezeichnung "Vorwerk Mitte". Arbeitskräfte lieferte das angegliederte Lager "Laura".
Innerhalb weniger Wochen kamen mehrere Häftlingstransporte aus Buchenwald. Ende 1943 war Laura mit ca 1200 Häftlingen belegt. In der 19-monatigen Lagerzeit kamen insgesamt über 2500 Häftlinge aus 10 Nationen nach "Laura", vor allem aus Frankreich, Belgien, der ehemaligen Sowjetunion, Italien und Polen. Sie mussten in mörderischer Zwangsarbeit die Grubenbaue des "Oertelsbruches" für den Bau des Sauerstoffwerkes erweitern, Gleisanlagen verlegen oder bei eisiger Kälte Beton- und Erdarbeiten ausführen. Nach Fertigstellung der Anlagen wurden sie im Werk und auch im Testbetrieb eingesetzt.
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