Als Hauptunterkunft für die Häftlinge diente die 1929 erbaute große Scheune. In ihr waren die Häftlinge auf zwei Etagen
unter menschenunwürdigen Bedingungen auf engstem Raum zusammengepfercht. Ehemalige Stallungen wurden als Arrestbunker genutzt,
eine kleine Scheune zur Häftlingsküche umgebaut. Eine alte Schieferspalthütte diente als Strafblock und Unterkunft
für die ca.170 italienischen Militärinternierten, die von Oktober 1943 bis Ende Juni 1944 wie Häftlinge Zwangsarbeit leisten
mussten.
Die SS quartierte sich in zwei Wohngebäuden ausserhalb des dreifachen Lagerzaunes ein.
"Laura" wurde für die Häftlinge zur "Hölle am Schieferberg". 510 Todesopfer wurden registriert. Sie starben an den Folgen der
unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen oder wurden brutal ermordet. Über 1300 Häftlinge gingen auf Transport,
davon 304 nach Bergen-Belsen und 600 nach "Dora". Nur wenigen gelang die Flucht.
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