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Der Opfer von „Laura“ gedacht

Zur Kranzniederlegung anlässlich des Jahrestages der Errichtung des KZ-Außenlagers Laura in Schmiedebach, einem heutigen Ortsteil der Stadt Lehesten, waren am Mittwoch 20 Gäste gekommen, unter ihnen auch Wil van Hasselt, der mit seiner Tochter aus den Niederlanden angereist war.

Landrätin Marion Philipp und der Förderverein Gedenkstätte Laura e.V. hatten dazu eingeladen, im Gedenken an die Errichtung des KZ-Außenlagers „Laura“ Blumen niederzulegen.

Vor  68 Jahren, am 21. September 1943 wurde das Außenlager „Laura“ des KZ Buchenwald im Fröhlichen Tal in Schmiedebach eingerichtet. Innerhalb kürzester Zeit und unter schwersten Bedingungen bauten die Häftlinge die Betriebsanlagen zur Prüfung der A4 (V2) Raketentriebwerke auf. Gerade in der Aufbauphase gab es die meisten Todesfälle unter den Häftlingen. Insgesamt waren über 2 600 Menschen in Laura inhaftiert, mehr als 560 von ihnen fanden hier den Tod.

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist seit Ende letzten Jahres Eigentümer des Gedenkstättenareals. Mittels Fördergeldern des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur wird die Gedenkstätte derzeit umfangreich saniert und neu gestaltet.

Am 20. September jährt sich zugleich die Beisetzung des ehemaligen holländischen Laura-Häftlings Herman van Hasselt, dessen Urne im Jahr 2009 auf dem Gelände der Gedenkstätte, direkt neben dem Gedenkstein, beigesetzt worden war. Mit seinem ungewöhnlichen Wunsch setzte van Hasselt ein symbolisches Zeichen, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht zu vergessen. Der ehemalige „Laura“-Häftling hatte intensive Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit geleistet, die sein Sohn Will van Hasselt unvermindert fortsetzt. Die Modernisierung der Gedenkstätte sei wichtig, damit auch die heutigen und nachfolgenden Generationen Kenntnis vom Geschehen in der Konzentrationslagern erhalten, sagte er.