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Peter Engelbrecht über geheime Waffenforschung für die Nazis

Vortrag "Geheimwaffen für die Nazis" am Samstag, 27. Oktober um 17 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Laura in Schmiedebach

In Thüringen, von Gaulaiter Fritz Sauckel als "Wehrgau" bezeichnet, befand sich eine Vielzahl von Rüstungsbetrieben. Einige Betriebe wurden unter die Erde, zum Beispiel in Bergwerksstollen, verlegt. Dazu zählte auch das "Vorwerk Mitte Lehesten", ein Testbetrieb für die Raktentriebwerke der V2. Zum Aufbau und Betrieb des Werkes nutzte man Häftlinge des KZ Buchenwald als billige Arbeitskräfte, welche im Außenlager "Laura" nahe des Oertelsbruches untergebracht wurden.

Auch das benachbarte Franken war Teil der Rüstungsmaschinerie. Hier wurde, unter Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern, geheime Kriegsforschung betrieben. Nach dem Krieg wechselten viele der Wissenschaftler in einer geheimen Aktion in die USA, um dort weiter für die Rüstung zu arbeiten. Akten der Bundespolizei FBI und des Geheimdienstes CIA zeigen, dass die Nazivergangenheit der deutschen Forscher im Kalten Krieg keine Rolle mehr spielte. Sogar Kriegsverbrecher waren willkommen. 

Peter Engelbrecht (59), Reporter bei der Bayreuther Tageszeitung Nordbayerischer Kurier und Buchautor (u.a. "Der Krieg ist aus", "Grenz-Geheimnisse"), wertete zahlreiche unter Verschluss gehaltene Akten der alliierten Geheimdienste aus, die inzwischen freigegeben sind. Die Dokumente liefern ein umfassendes Bild über die Kriegsforschungen. Seine Ergebnisse fasste er in dem Buch „Geheimwaffen für die Nazis: Kriegsforschung in Oberfranken“ zusammen, welches in diesem Jahr erschienen ist und das die Grundlage für den Vortrag bildet.

Der Vortrag ist kostenfrei.