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Schüler erkunden KZ-Gedenkstätte Laura – Neuntklässler auf historischer Spurensuche in Schmiedebach

„Der Ort ist sehr eindrucksvoll und es ist spannend wirklich hier zu sein, anstatt nur darüber zu lesen“ meinte einer der 68 Schüler des Saalfelder Heinrich-Böll-Gymnasiums beim Besuch der KZ-Gedenkstätte Laura.

Im Rahmen eines Schülerprojekttages besuchten die Neuntklässler des Gymnasiums in Begleitung ihrer Lehrer das ehemalige Außenlager Buchenwalds und erkundeten das Gelände. Fachlich begleitet wurde die Gruppe von Dorit Gropp, Vorsitzende des Fördervereins Gedenkstätte Laura e.V., die die Schüler bei der Lösung ihrer Aufgaben unterstützte. Selbst auf Spurensuche gehen war die Devise, um wichtige Fragen zur Häftlingsunterkunft, Verpflegung oder Zwangsarbeit beantworten zu können. Zum Abschluss stellten die Vertreter jeder Gruppe ihre Ergebnisse den Mitschülern vor.

Beeindruckt zeigten sich die Gymnasiasten auch bei der Begehung des zweiten, bislang unzugänglich Teils der großen Scheune. In dieser ehemaligen Hauptunterkunft waren zeitweise mehr als 1 000 Menschen, der insgesamt über 2 600 Häftlinge untergebracht. Auch dieser Gebäudeteil soll für Besucher künftig zugänglich sein. Für die Fortführung der Sanierungsarbeiten hat das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur noch für dieses Jahr 230 000 Euro Fördermittel bereit gestellt.

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist seit Dezember letzten Jahres Eigentümer der KZ-Gedenkstätte Laura. Die Erlangung der Eigentümerschaft  war die Vorraussetzung für die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen in dem historisch bedeutsamen Außenlager.