Gedenken im ehemaligen Buchenwald-Außenlager „Laura“

Autor/in: Carolin Schreiber

Kirsten van Hasselt mahnt: „Nie wieder darf nicht nur eine leere Formel sein. Es muss ein Auftrag sein“

Schmiedebach.  Anlässlich des 83. Jahrestages der Errichtung des KZ-Außenlagers „Laura“ in Schmiedebach bei Lehesten fand am Freitag, dem 25. September 2026, eine Gedenkveranstaltung statt. Auf Einladung von Landrat Marko Wolfram nahmen u.a. Kirsten van Hasselt, Enkelin des ehemaligen Häftlings Herman van Hasselt, mit Familie, sowie Dr. Michael Löffelsender von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Mitglieder des Fördervereins, Mitglieder des Kreistages Saalfeld-Rudolstadt sowie weitere Gäste teil.

Landrat Marko Wolfram erinnerte an die mehr als 560 Menschen, die in dem Buchenwald-Außenlager zu Tode kamen: „Ihr Leben können wir ihnen nicht zurückgeben, doch im würdigenden Gedenken ihre Namen nennen, um sie dem Vergessen zu entziehen.“ Auch Kirsten van Hasselt fand mahnende Worte und sprach: „Wenn wir sagen „Nie wieder“, dann darf das keine leere Formel sein. Es muss ein Auftrag sein. Ein Auftrag an jede Generation, die Demokratie zu verteidigen und das Miteinander zu stärken. (…) Die Häftlinge von Laura wurden Opfer eines Systems, das Menschen entwürdigte und ausgrenzte. Deshalb ist Erinnerung mehr als ein Blick zurück. Erinnerung bedeutet auch, in der Gegenwart aufmerksam zu sein. Sie verpflichtet uns, jeder Form von Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus und extremistischem Denken entschieden entgegenzutreten.“

Für eine wunderbare musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgten Erik Elias und José Gomez Sares von der Kreismusikschule Saalfeld.