Landkreis gedenkt der Opfer des KZ-Außenkommando Laura
Schmiedebach. Anlässlich des 82. Jahrestages der Errichtung des Außenlagers Laura wurde am Freitag, dem 19. September 2025, im Rahmen einer Gedenkveranstaltung der Opfer gedacht. Der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Andreas Gloth-Pfaff erinnerte in seiner Ansprache an die unmenschlichen Zustände im Lager und unterstrich, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Weltlage, die Bedeutung des friedlichen Miteinanders. „Unsere Gedenkstätte ist abgesehen von dem besonderen Engagement des Landkreises etwas Besonderes in der Gedenkstättenlandschaft dieses Landes. Es ist fast ein Alleinstellungsmerkmal für die Laura! Persönlicher Einsatz, Vertrauen und das Bewusstsein, dass das, was wir hier machen Bedeutung hat, gibt uns Kraft. Es bestärkt uns in unserer Arbeit und lässt uns diese fortsetzen.“
Dies bekräftigte auch Dorit Gropp, langjährige Vorsitzende des Fördervereins der Gedenkstätte, in ihrer Ansprache. Gemeinsam mit den Gästen, u.a. Familie van Hasselt aus den Niederlanden sowie Mitgliedern des Kreistages und des Fördervereins, wurden Blumen niedergelegt. Im Anschluss konnten die Gäste an einer Führung durch die Gedenkstätte teilnehmen oder sich gemeinsam zu Kaffee und Gesprächen im Besucherzentrum zusammenfinden.
Unter dem Decknamen "Laura" bestand von September 1943 bis April 1945 nahe Schmiedebach ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Für Tests der Raketenwaffe V2 mussten Häftlinge die Stollenanlage in der ehemaligen Schiefergrube Oertelsbruch ausbauen und ein unterirdisches Sauerstoffwerk im Felsen errichten. Insgesamt rund 2.600 Häftlinge waren hier inhaftiert, mindestens 550 von ihnen fanden den Tod.
Die Gedenkstätte kann noch bis zum 31. Oktober 2025 zu den u.g. Öffnungszeiten besichtigt werden. Der Eintritt ist frei, auch Führungen sind kostenlos.