Bildungskonzept/Programm der Gedenkstätte

Die KZ-Gedenkstätte Laura setzt in Sachen Bildung auf folgende Aspekte:

  • Individuelle Bildungsprogramme je nach Kapazität und Bedürfnis der Einrichtung
  • Individuelle Vor- und Nachbereitung des Besuches (zB. der Gedenkstättenkoordinator bereitet sich in Abstimmung mit dem Lehrer auf den jeweiligen Wissensstand der Klasse vor; Besuche in der Klasse vor und/oder nach dem Besuch)
  • Arbeitsmaterialien nach Bedarf
  • Unterstützung und Betreuung von Seminarfacharbeiten
  • Betreute Literaturrecherche im Archiv

Essentiell ist die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Südthüringen, mit dem 2024 ein Kooperationsvertrag geschlossen werden konnte, in der neben Schulklassenangeboten auch Lehrerfortbildungen verankert sind.

Für die Bildungsarbeit der Gedenkstätte ist die regionale und überregionale Vernetzung und Kooperation mit verschiedenen Partnern besonders wichtig. So stehen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Gedenkstätte Laura und sind langjährige Teilnehmer der Außenlagernetzwerkes des Fördervereins Buchenwald. Auch bei nationalen und internationalen Gedenkstättennetzwerken, zB. in Polen, sind wir vertreten, um Impulse anderer mitzunehmen.

Überregionale Zusammenarbeiten gab es ferner z.B. bereits mit der Kreisvolkshochschule des Saale-Orla-Kreises sowie ein Ausstellungsprojekt mit dem Gymnasium Bad Lobenstein und der Weimarer Mal- und Zeichenschule, in dem Schüler ihre Cyanotypien ausgestellt haben (Ausstellung „Jugend trifft Laura“).

Das über „Demokratie leben!“ geförderte Programm „Laura wird 80“ fand im Juni und September 2023 nach dem Format „Memory Walk“ des Anne-Frank-House Amsterdam in Kooperation mit dem Förderverein Gedenkstätte Laura e.V. und der Partnerschaft für Demokratie Saalfeld-Rudolstadt statt.  Ferner fand zudem ein Multiplikator/innen-Workshop in Kooperation mit der Volkshochschule Saale-Orla-Kreis zum Thema „Menschenfeindlichkeit gestern – heute – morgen“ statt. Neben dem Netzwerk „Zukunftswerkstatt Schwarzatal“ kooperieren wir auch mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die das Schwarzburger Schloss als außerschulischen Lernort etablieren.

Es besteht eine jahrzehntelange Kooperation mit dem Saalfelder Heinrich-Böll-Gymnasium über jährliche Projekttage der jeweiligen 9. Jahrgangsstufe im Rahmen des Geschichtsunterrichts, begleitet über den Förderverein Gedenkstätte Laura e.V. Darüber hinaus bestehen informelle Kooperationen mit einzelnen Lehrkräften an Schulen in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Orla zum regelmäßigen Besuch der KZ-Gedenkstätte „Laura“ im jährlichen oder zweijährigen Rhythmus. Über Thüringen hinaus kommen ebenfalls über informelle Kooperationen regelmäßig und zunehmend Schulklassen aus dem bayrischen Nachbarlandkreis Kronach zu Bildungsfahrten.